Zanzibar. Working on my tan.


Nach einer erlebnisreichen Safari bringt uns Jasper zum Kilimanjaro Airport und wir genießen einen Inlandsflug nach Dar es Salaam. Ohne Plan, landen wir in der Hauptstadt und wissen nicht so recht: wie kommen wir denn jetzt nach Zanzibar?

Man hat die Möglichkeit mit der Fähre überzusetzen oder mit einem Charterflieger zu fliegen. Wir fragen an einem Ticketstand und man will uns 200 $ für den Hinflug entlocken, und zwar am nächsten Tag erst! Etwas verzweifelt wollen wir da nicht so recht darauf eingehen, als ein anderer Herr auf uns zu kommt: 80 $, wenn wir sofort fliegen und am besten buchen wir den Rückflug direkt bei Ankunft in Zanzibar, der wird uns dann noch günstiger kommen (ca. 55 $). Wir sind dabei. Er holt uns noch ein Taxi (10 $ – keine Zeit zum Verhandeln oder es war eine Vermittlungsgebühr enthalten. Wir werden es nie erfahren…), der Fahrer fährt uns zu einem kleinen Sportflughafen, zack sitzen wir in einer Doppelprop und haben den indischen Ozean unter uns. Keine 20 Minuten später stehen wir am Stonetown Airport und wissen immer noch nicht wohin. Denn reserviert haben nichts. Die beste Idee ist, etwas weiter weg vom Flughafen ein Taxi mit der Anfrage anzuhalten: bring uns hin, wo es schön ist und wir coole Sachen machen können. Antwort: Paje. Wieso nicht. Der nette Mann fährt mit uns in Paje von Hotel zu Hotel auf der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft. Am Anfang wollte er uns noch in einem Schickimicki-Ding unterbringen, aber ganz ehrlich 60 $/Nacht pro Person hatten wir nicht mehr. Das letzte Hotel kostete dann 12 $ mit Frühstück und war mit Abstand tatsächlich die Erfüllung eines Traums. Der Taxifahrer konnte es nicht glauben, aber akzeptierte unsere Wahl. Jambo Inn bestand eigentlich nur aus einer Handvoll Hütten aus Kokosnussblättern, mit weißem Sand unter den Füßen und Himmelsbetten, die aus Bambusrohren zusammengenagelt und mit Moskitonetzen versehen waren. Die Matratze war aber echt gut!

Zum Frühstück gab es dann ganz einfache Chapatis mit frischer Kokosnuss, Mango und Papaya. Ein Traum. Ernsthaft. Das nenne ich Abschalten ohne aufgebauschten Hoteltroubel und dabei gechillt mit dem Besitzer Mnemba abends am Feuer sitzen. Wir wurden von ihm sogar zum Jagen mitgenommen! Jagen = Stock anspitzen, Stirnlampe mitnehmen und bei Flut nach Kalamari, Krabben und anderem Zeug aus dem Meer hetzen. Dann in einer Sandkuhle Feuerchen machen, Kartoffeln in Feuer schmeißen und yamyam. Home-cooked Food.

Zanzibar ist generell megaentspannt mit karibischem Flair, Stonetown hingegen hat einen sehr orientalischen Touch und ist kulturell faszinierend. Übrigens ist Paje nicht nur das Paradies am Meer, sondern auch ein Hotspot für Kiter.

Nach 24 Tagen war das Abenteuer leider zu Ende. Mit Tränen in den Augen verlassen wir Zanzibar und fliegen Richtung Heimat. Lala salama!


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