Na Potoška Gora. Statt Sandmännchen gibt es noch knackige Thermik.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Polen, um einerseits mit meiner Family eine coole Kajakfahrt auf der Dręwca zu machen und andererseits Kowalski dank Autoalarm eine eigene Telefonnummer zu verpassen, wollten wir eigentlich in die Hohe Tatra. Blöd nur, dass das Wetter Ende Juli nun wirklich miserabel war. Was macht man also als unabhängiger Bullibewohner…da hin fahren, wo das Wetter gut ist. Südalpenseite, in specificum Slowenien.

Na Potoška Gora. Statt Sandmännchen gibt es noch knackige Thermik.

Im Mai waren wir bereits bei Preddvor, genauer gesagt zum Hudičev Boršt am Gebirgszug Zapata unterwegs. Leider war bei unserer Tour die Basis derart tief, dass ein weiterer Aufstieg zum Srednji Vrh fliegerisch nicht möglich/sinnvoll war und wir direkt von der Hütte gestartet sind. Diesmal jedoch war das Wetter so gut, dass wir nach einem Hike & Fly zum Blegoš noch Lust auf einen Abendflug hatten und so um 17. 00 Uhr noch einen Speedhike zur  hinlegten.

Auf den Berg gibt es laut OSM-Karten ca. 10 Wege, laut wahrer Begebenheit sind es weitaus mehr. Die Beschilderung ist mäßig und wir haben einfach am Parkplatz beim Črnava See geparkt und uns stets nordöstlich gehalten. Egal welchen Weg ihr nehmt, ist werdet am Startplatz früher oder später ankommen. Wer die schmalen  Pfade bevorzugt, kommt schneller ans Ziel. So sprinteten wir in einer knappen Stunde bei abartiger Hitze den Berg hoch und trafen endlich auf eine kleine Hütte, wo zwei ältere Herren in Speedos am Tisch saßen und sich vermutlich über das Leben aussprachen. Am gesamten Berg sind viele kleine Privathütten verteilt, die wie aus der Luft zu sehen war, gut genutzt werden. Von der Hütte mit den zwei Herren aus folgt man einem Weg parallel zum Hang, der sehr flach ca. 300 (Strecken-)Meter in den Wald führt. Dann gibt es einen scharfen Knick und nach einem Stück bergauf kommt man zu einer weiteren typisch slowenischen Berghütte.

Am oberen Ende der recht steilen Wiese ist eine Windfahne platziert. Im mittleren Teil war sogar ein Stück Wiese gemäht, so dass wir bequemerweise von dort aus starteten. Kurz vor halb sieben Uhr abends kam immer noch kräftige Thermik den Hang hoch, weit weg im Mittelgebirge waren die prominenten Ambosse zu sehen und wir hatten noch die Möglichkeit bis knapp unter 2000 amsl aufzudrehen. Die Luft war im oberen Teil zwar mit Nordwind durchsetzt, aber fliegerisch war das immer noch im akzeptablen Rahmen. In den tieferen Luftlagen war die Thermik fast turbulent, was wegen der späten Stunde doch eher verwunderlich war.

Alles in allem ist die slowenische Südseite, wie das “Bassano” Italiens. Gefühlt geht es immer und bei jedem Wind, denn der kommt von vorne. Ein kleiner Hike & Fly am Abend mit leicht thermisch aktiven Landeplatz direkt am See, so dass man zur Abkühlung direkt reinspringen kann.


Informationen.


NamePotoška Gora 
GruppeKamniker-Savinjer Alpen
RegionSüdliche Kalkalpen
StartrichtungenS
TalortPreddvor
GPS (Berg)46.312307, 14.454653
GPS (Tal)46.304276, 14.424714
Höhe Startplatz [amsl]1166 amsl
Höhenunterschied [m]683 amsl
AufstiegsvariantenVom Črnava See ausgehend führen nordöstlich fast alle Wege zur Potoška Gora. Auf dem Berg sind viele Privathütten, wo man ggf. nach Direktionen fragen kann.
StartplatzSteile Startwiese ohne Hindernisse, die teils gemäht wird.
FlughinweiseSüdseiten Fliegerei mit perfekten Bedingungen für späte Abendflüge
LandeplatzDie Wiese am See ist thermisch aktiv und hat wegen den Bäumen auch je nach Wind Lee. Ansonsten gibt es überall große Wiesen.
Talwind am LandeplatzSüdlich


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.