Rarität: Ost-Startplatz.

 

 
Zuvor haben wir abends alles für einen Hike&Fly zu einem nach N/NW-ausgerichteten Startplatz vorbereitet, aber siehe da morgens ist alles anders. Vorausgesagt wird strammer Wind aus Ost, der zu Mittag nachlassen sollte und sogar auf Süd drehen kann. Wunderbar, dann steht man ganz schön blöd da mit seinen ganzen Vorbereitungen. Nach längerer Suche kamen wir dann auf den wohl einzig tageskompatiblen Startplatz: den Kühgundgrat. Nicht zu hoch, so dass der starke Höhenwind uns nicht in die Quere kommen konnte und Ausrichtung nach Ost mit der weiteren Option nach SO zu starten. Am Parkplatz der Talstation der Wannenjochbahn in Schattwald parkten wir das Auto und stiefelten durch den herbstlich geschmückten Wald das Stuibental hinauf. An einem Plateau angekommen, kann man sich entscheiden entweder rechts oder geradeaus Richtung Wannenjoch weiter zu gehen. Wir entscheiden uns das Stuibental weiter hinauf zu gehen und mussten uns daher zu Beginn durch Schlamm und Matsch kämpfen. Vermutlich ist der nach rechts abzweigende Steig trockener. Man steuert am Ende des Stuibentals auf ein Joch zu. Oben angekommen präsentieren sich uns weite Wiesen, wobei es links hinauf Richtung Ponten/Beschießer, gerade aus Richtung Oberjoch und rechts um zum Kühgundkopf/Wannenjoch geht. Nach insgesamt weniger als 1,5 h erreichen wir dann das Gipfelkreuz, dass am nördlichsten Punkt des Grats aufgestellt ist. Weiter südlich folgt man dem Weg bis man zur gut erkennbaren Startwiese kommt. Vor uns starten zwei bekannte Gesichter und versuchen ihr Glück beim Soaren. Der Wind hat jedoch schon stark abgenommen, weswegen es eher nach einem verlängerten Abgleiter ausschaut. Wir hauen uns kurz danach in die Luft und tatsächlich ist eine Startplatzüberhöhung nicht wirklich drin. Nach einem ruhigen Flug geht es dann zum Landen, wobei Alex auf der größeren Landewiese landet und ich aus Faulheit unser Auto anpeile. Bei einer leichten Brise aus West ist die Landung butterweich und dann geht’s an den anstrengendsten Teil des Tages: Schirm packen.

Da wir die Tage zuvor ganz schön wilde Sachen erlebt haben und täglich gefühlt tausend Höhenmeter mehr hinter uns bringen mussten, hat mich der Kühgundkopf nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Aber man kann nicht jeden Tag zum Highlight machen, daher war dieser Hike&Fly als Ruhetag eigentlich keine schlechte Sache. Der weite Blick sowohl Richtung Bad Hindelang als auch das Tannheimer Tal ist schon wirklich sehr sehr schön. Und wie gesagt, einen Oststartplatz findet man nicht an jeder Ecke. Bei entsprechenden Bedingungen eine entspannte Tour.


Informationen.


NameKühgundkopf
GruppeVilsalpseeberge
RegionAllgäuer Alpen
StartrichtungenNO, O, SO
TalortSchattwald
GPS (Berg)47.504321, 10.432423
GPS (Tal)47.511490, 10.462564
Höhe Startplatz [amsl]1907
Höhenunterschied [m]797
AufstiegsvariantenDer Aufstieg zum Kühgundkopf ist ab dem Parkplatz der Talstation Wannenjochbahn gut ausgeschildert. Auf halber Strecke kann man zwischen zwei Abzweigungen wählen, die unterhalb des Gipfels wieder zusammenführen.
StartplatzEine großer flacher Wiesenstartplatz (< 30°)
Flughinweisekeine
LandeplatzStromleitungen und Leebereiche durch Häuser beachten.
Talwind am LandeplatzMeist schwacher Westwind


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.