Glatteis am Berg.

 

 
Kurz vor Weihnachten ist immer noch kein Schnee in Sicht und frühherbstliche Temperaturen laden ein, um sich doch noch ohne Ski in die Berge zu wagen. Bei vernachlässigbarem Wind starten wir also mit zwei weiteren Kollegen Richtung Tannheimer Tal, um uns die Krinnenspitze von oben anzuschauen.

Wie es sich herausstellte, hält sich spätherbstlicher Schnee hartnäckig auf der Nordseite der Krinne. Durch die hohen Temperaturen am Tag scheint er jedoch anzuschmelzen, um nachts wieder anzufrieren. Das Resultat: der gesamte Aufstieg auf der Nordseite ist vereist. Und zwar nicht im Sinne vereinzelter vereister Stellen. Nein, es war ein Glatteisfeld, dass sich überdimensioniert den Berg hochzog. Ungünstig, wenn man darauf gehen möchte. Das Aufstiegstempo verlangsamte sich somit drastisch, weil man für jeden Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück rutschte. Aus dem Grund entschieden wir uns auch für den Umweg – den Alpenrosenweg – anstelle des Alpenrosensteigs. Auf dem Steig schien es nicht weniger Schnee zu geben und die Vermutung lag nahe, dass es sich auch dort um Eis handeln könnte. Nach einer Plagerei erreichten wir dann endlich die Westseite und somit auch die ersten Sonnenstrahlen. Dort verschwand der Schnee auch beinahe komplett und die Temperaturen erinnerten an einen warmen Herbsttag. Auf Grund der anstrengenden Rutschpartie auf der Nordseite erreichten wir den Gipfel nach weit mehr als zwei Stunden. Dort erwartete uns kein Wind, sondern nur Dohlen, die die Wanderer bei ihrer Brotzeit umkreisten. So starteten wir gemütlich Richtung Süden mit Flugrichtung Ost, um die Krinnenspitze zu umfliegen. Eine Überhöhung des Startplatzes war an dem Tag nicht möglich, also ging es in ruhiger Luft zurück auf die Schattenseite.

Die Krinnenspitze ist eine einfache Bergtour, die ebenfalls einfache Startmöglichkeiten bietet. Der Start ist hauptsächlich Richtung S und SW möglich. Bei SO kann mit leichtem Seitenwind aber auch noch gut gestartet werden. Alternative Aufstiegsmöglichkeiten gibt es noch von Gaicht aus.


Informationen.


NameKrinnenspitze
GruppeVilsalpseeberge
RegionAllgäuer Alpen
StartrichtungenSW, S, (SO)
TalortNesselwängle
GPS (Berg)47.474288, 10.584970
GPS (Tal)47.486365, 10.601966
Höhe Startplatz [amsl]2000
Höhenunterschied [m]871
Aufstiegsvarianten1. Die einfachste Variante führt entlang des Alpenrosenwegs über die Krinnenalpe und Edenalpe, um die Krinne herum, so dass der Gipfelzustieg über die Südseite erfolgt. Bei viel Schnee vermutlich die sinnvollste Variante.
2. Über den NW-Grat/Alpenrosensteig, der auf halber Strecke zwischen Krinnenalpe und Edenalpe zu finden ist.
3. Östlich von der Krinnenalpe geht der Gamsbocksteig ab. Dieser führt die Nordseite der Krinnenspitze hoch, wobei der Gipfel über den Berggrat erreicht wird.
StartplatzGroße flache Wiese
Flughinweisekeine
LandeplatzFür geübte eignet sich der Sportplatz nördlich des Krinnenalplifts in Nesselwängle. Da hier jedoch auf Zäune und Platzbegrenzung zu achten ist, gibt es alternativ umliegende Wiesenfläche en masse.
Talwind am LandeplatzMeistens herrscht ein NW vor


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.