Stock-Lauf-Enten-Hybridiserung.

 

 
Die Tage zuvor haben wir im Tauferertal verbracht, wobei unsere Flüge bis zum frühen Nachmittag begrenzt waren. Die hohe Labilität bescherte uns am Nachmittag immer Regen und wir gehören nicht zu den Bedürftigen, die es sich mit Fliegen bei Gewitter und Regen so richtig geben müssen. Als wir also unseren Hike and Fly planten, bot sich das Antholzer Tal an. Auf der einen Seite lag es auf dem Weg Richtung Kärnten, wo besseres Wetter zu erwarten sein sollte. Auf der anderen Seite kann man dort bereits sehr früh Richtung Süd starten und auf der Ostseite fliegen. Also ging es los auf die so genannte Grente.

Wir parkten in Anteselva die Mezzo (1241 amsl). Kurz nach dem Ortseingang gibt es rechts eine Abfahrt Richtung Wertstoffhof. An der Kreuzung befindet sich ein öffentlicher Schotterparkplatz. Dort fanden wir auch Urzeitbananen. Vom Parkplatz aus überquert man die Kreuzung und folgt der Straße Richtung Berghang. Dort muss man dann der Asphaltstraße bis zur Waldrast auf 1341 amsl folgen, wobei man nach 4 weiteren Serpentinen auf einen Wanderparkplatz kommt. Hier kommt man auf einen Weg, der einen über die Kuhalm in den Wald führt. Unter anderem passiert man eine kleine Kapelle. Von da an bringt man die Höhenmeter schnell hinter sich und kommt unterhalb der Grentenalm (2002 amsl) wieder ins Freie.

Seltsamerweise sind dort zwei bewirtschaftete Almen, die sich als unabhängig voneinander entpuppt haben. Die Stimmung zwischen den einzelnen Pächtern schien jedoch nicht vor Freundschaft zu jauchzen. Da wir uns aber bereits mit Stockenten-Laufenten-Hybriden der nördlicher gelegenen Alm angefreundet haben, tranken wir auch da unseren Caffé. Von da muss man dann hinter der südlicher gelegenen Alm vorbei durch ein Törle und ein kurzes Stück durch den Wald weiter Richtung NW gehen. Man kommt dann zu einem Wiesengrat ohne eindeutigen Weg. Von da an präsentiert sich einem ein sehr großer Wiesenbuckel der von SW über S bis O startbar ist. Man kann beinahe bis unter den „Gipfel“ der Raingrube bei etwa 2300 amsl starten. Der Startplatz ist im unteren Bereich eine reine Wiese, im oberen Bereich hat man vereinzelt Stufen und Steine. Alles in allem ein sehr unkomplizierter Start für sehr viele Schirme.

Nach dem Start kann man einfach das Antholzer Tal Richtung NO fliegen bis man den Antholzer See oder bei ausreichend Höhe den Obersee erreicht. Wir blieben jedoch im vorderen Bereich und behielten das Wetter im Auge, da uns das rasante Wolkenwachstum nicht wirklich geheuer war.

Nach der Landung in der Nähe des Autos trafen uns schon beim Packen die ersten Regentropfen. Als wir weiter ins Pustertal fuhren und Richtung Lienz steuerten, zeigte sich die dunkle Gewitterfront in ihrer ganzen Pracht. Wir haben es gerade noch so unter einen halbwüchsigen Baum geschafft, als uns bei Sillian der Hagel erwischte.

Die Grente ist wirklich einer unserer Hike&Fly-Favorites. Der Aufstieg ist sehr schön, der Ausblick ins Antholzer Tal einfach genial und wir können es kaum erwarten bei besseren Bedingungen wieder zu kommen.


Informationen.


NameRaingrube/Grente
GruppeRiesenferner Gruppe
RegionDeferegger Alpen
StartrichtungenSW, S, SO, O
TalortAntholz Mittertal/Anteselva di Mezzo
GPS (Berg)46.849162, 12.059862
GPS (Tal)46.856458, 12.097077
Höhe Startplatz [amsl]2307
Höhenunterschied [m]1073
AufstiegsvariantenAb Mittertal folgt man dem gut ausgeschilderten Weg 6A. Für Gehfaule gibt es auf halber Strecke sogar einen Parkplatz. Ab der Grentealm folgt man dem Wiesengrat Richtung Raingrube (Törle hinter der „zweiten“ Alm). Unterhalb des Ausläufers des Hochhorns findet man weitläufige Wiesenflächen.
StartplatzGroßflächiger Wiesenstartplatz mit geringer Neigung im unteren Bereich, zur Raingrube hin zunehmend.
FlughinweiseFrühe Starts als Ausgangspunkt für Streckenflüge möglich
LandeplatzIm gesamten Antholzer Tal viele Landewiesen vorhanden – kein offizieller LP
Wind am LandeplatzMeist S


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.