Ein schöner Rücken kann auch entzücken.

 

 
Die Tannheimer Berge sind wir bereits rauf und runter gewandert, geradelt und auch abgeflogen. Aber diese Berggruppe ist einfach so schön, dass man immer wieder neues Facetten entdecken und wertschätzen kann. Bei angesagtem Ostwind machten wird uns also nordseitig Richtung Gehrenjoch von der Bärenfalle aus auf den Weg.

Der erste Teil des Wegs führt über den Fahrweg zu den Hütten des Reintals: Musauer Alm, Otto-Mayr-Hütte und die Füssener Hütte. Bei einer Weggabelung kann man dem offiziellen Fußweg folgen, der mittlerweile auch Wasserwaagen-eben planiert ist – Gott bewahre a Preiß tät stolpern! Zügig kommt man dann zur Musauer Alm, von wo man über die Weide zum Sababach weitergeht.

Kurz hinter der Flussquerung kann man entweder einen leichten Umweg über die Sabacher Galtalpe oder den kürzeren Weg direkt Richtung Gehrenjoch gehen. Dort führt der erste Teil des Wegs über einen Steig durch den Wald, wobei man nach 20 Minuten in das Tal zwischen Gehrenspitze und Köllenspitze kommt. An der Stelle folgt man erneut dem Flussverlauf, wobei man in der feuchten Wiese schnell nasse Füße bekommt.

Am Endes des Talkessels trifft man auf ein Schild, das nach Westen Richtung Sabajoch dirigiert – das Gehrenjoch selbst ist nicht ausgeschrieben. Hier einfach nicht irritieren lassen und einfach auf das gut sichtbare Joch zuhalten. Etwa mittig der Kesselwand ist ein Felsen, der rechtsseitig zu passieren ist. Nach etwa zwei Stunden kommt man dann beim Törle zum Gehrenjoch hinaus.

Dort erwartete uns ein strammer >20 km/h Wind aus SO mit Böen jenseits von Gut und Böse. Das war mehr Wind als uns lieb war und nach etwas Kopfrechnen würden wir es schwer haben überhaupt in Landeplatz Nähe zu gelangen. Somit war der nächste Streich eine Runde Parawaiting. Nach etwa einer Stunde flaute die Brise ordentlich ab, so dass die Startbedingungen optimal mit Wind zwischen 5-8 km/h aus SO waren.

Wir steuerten mit mäßigem Sinken auf die Gehrenalpe zu, wobei die Ostlage mit durchsetztem Nordwind eher weniger Spektakuläres mit sich brachte. Mit abnehmender Höhe nahm der Wind kontinuierlich zu, weswegen eine Landung in Musau utopisch war. Wir landeten demnach beim Frauensee-Parkplatz und bewältigten den Rest des Wegs per piedi.

Fazit: Das Reintal ist durch den Sababach herrlich und der nordseitige Aufstieg zum Gehrenjoch ein einsames Unterfangen (zumindest ab der Musauer Alm) mit gigantischem Ausblick auf die Rücken von der Gehren- und Köllenspitze. Der Startplatz ist an thermischen Tagen mit Vorsicht zu genießen, ansonsten bietet er jedoch eine ideale Grundlage mit Top-Panorama.

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Informationen.


NameGehrenjoch
GruppeTannheimer Berge
RegionAllgäuer Alpen
StartrichtungenO, SO
TalortRossschläg
GPS (Berg)47.496898, 10.649801
GPS (Tal)47.493526, 10.699733
Höhe Startplatz [amsl]1863
Höhenunterschied [m]1016
AufstiegsvariantenAnstelle des Anstiegs aus dem Reintal kann man auch in Wängle starten (Parken beim Recyclinghof) und über die Gehrenalpe zum Joch hinaufgehen,
StartplatzWiesenstartplatz
FlughinweiseZur Gehrenalpe führt eine Materialseilbahn hinauf. Bei Nordwind/Talwind hockt man im Lee, das an thermischen Tagen fies werden kann.
LandeplatzBeim Frauenseeparkplatz oder beim offiziellen Hahnenkamm-Landeplatz
Wind am LandeplatzNordwind


Bildergalerie.



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