Neuer Tag, neue Gesellschaft, neue Perspektiven.

 

 
Nachdem ich am Tag zuvor den Hahle (der ist übrigens genauso hoch wie der Tegelberg) als schönen Oststartplatz kennen gelernt habe, war der Plan eigentlich endlich mal ein bissl Arbeit erledigt zu bekommen und nicht wieder durch die Berge zu springen. Aber da klingelt es morgens an der Tür. Unser Nachbar, der länger Gleitschirm fliegt, als ich auf der Welt bin, steht vor der Tür und will mich zum Dürrenberg mitnehmen. Ja mai, da sagt man nicht nein!

So mache ich mich in 20 Minuten fertig und schon sind wir unterwegs Richtung Reutte. Es gesellt sich noch ein weiterer Fliegerkollege zu uns so, dass man ein Auto am Landeplatz parken kann und mit dem zweiten zum Urisee-Parkplatz abkürzen kann. Die Dürrenbergalm bzw. das darüber liegende Kofler Joch selbst sind für die Reuttener ein beliebtes Wanderziel und demnach stark frequentiert. Man folgt zuerst der breiten Schotterstraße etwa 10 Minuten lang und kommt dann auf einen Waldweg. Man kann zwar auch dem Fahrweg folgen, dieser ist aber deutlich ein Umweg.

Man hat immer wieder eine schöne Aussicht auf Reutte, den Schlosskopf, Thaneller und die Hahnenkammkette. Auf etwa halber Strecke kreuzt man nochmal den Fahrweg und der Wald wird lichter. Nach etwa 600 Höhenmetern kommt man dann bei der Dürrenbergalm an, die derzeit geschlossen ist. Die Öffnungszeiten müssen jeweils aktuell erfragt werden. Generell ist die Alm jedoch ganzjährig geöffnet, wobei montags Ruhetag und im Winter laut Aushang an der Wegschranke geöffnet ist.

Von der Alm folgt man dem Weg Richtung Kofler Joch und kann sich ein schönes Fleckchen auf der großen Wiese aussuchen. Wir haben sehr schwachen SW-Wind und müssen vorwärts starten. Man sollte seinen Gleitschirm nach Möglichkeit am oberen Rand der Wiese auslegen, um locker über die Baumreihe vor der Alm zu kommen. Ansonsten ist der Startplatz unkompliziert, schnell erreichbar und ideal für südlichen Wind.

Theoretisch kann man auch am Kofler Joch/Jochberg gegen West starten. Da sollte der Wind jedoch sauber aus West anstehen und nicht zu schwach sein, da der Startbereich für lange Laufwege nicht reicht.

Wir kommen auch bei wenig Wind sehr gut vom Fleck und können den Urisee von oben bewundern. Man sollte an der Stelle jedoch nicht zu lange rumkrebsen, da zwischen Reutte und dem Dürrenberg die B179 und Hochspannungsleitungen zu überwinden sind. In Reutte selbst weht minimaler südlicher Wind und wir landen butterweich auf einer der trockenen Wiesen.

Fazit: Wieder ein kleiner, aber feiner Berg, den man gemacht haben muss. Man sieht die Dürrenbergalm schließlich ständig beim Vorbeifahren und nun weiß ich, dass man da auch starten kann.


Informationen.


NameDürrenberg
GruppeSäulinggruppe
RegionAmmergauer Alpen
StartrichtungenSW, S, SO
TalortReutte-Mühl
GPS (Berg)47.511511, 10.754377
GPS (Tal)47.497306, 10.730025
Höhe Startplatz [amsl]1487
Höhenunterschied [m]641
AufstiegsvariantenAm Urisee folgt man dem gut ausgeschilderten Steig bis zur Dürrenbergalm
StartplatzWiesenstartplatz
FlughinweiseZwischen Berg und Urisee befinden sich Hochspannungsleitungen, Überflughöhe von Bundesstraßen beachten
LandeplatzWiesenflächen vor Mühl
Wind am LandeplatzBeim E-Werk dienen Fahnen als Indikator


Bildergalerie.



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