Pilots Welcome in Dikidanda.

 

 

Wie bereits bei den allgemeinen Flugbestimmungen erwähnt habe, bekommt man zwar eine Starterlaubnis für Dikidanda, aber befindet sich sobald man abhebt im kontrollierten Luftraum – somit Flugverbotszone…eigentlich. Zu dem Zeitpunkt kannten wir die Luftraumregelung noch nicht und ob wir es dann sein lassen hätten, ist eine andere Frage. Somit riefen wir unseren Taxifahrer an und fuhren für 500 NRP zur Busstation Mahendra Cave. Dies ist ein typischer Tourifang bestehend aus Höhlenbesuch mit Fledermaus-Gucken.

Wir hatten wieder unser GPS zu Hand und folgten der Straße Richtung Nordosten / Armala. Man muss an der ersten hell geschotterten bergaufführenden Straße vorbei gehen und erst einen kleinen Kanal passieren, um dann dem Straßenverlauf auf WNW zu folgen. Zwischen einigen Häusern und vor allem vielen Reis-/Buchweizen-Terrassen haben wir uns natürlich zuerst verlaufen.

Beim Durchlaufen sieht man, dass das Landen in einer Terrasse alles andere als gesund wäre. Laut den Locals haben sich nicht bereits Wenige die Beine gebrochen, da jede einzelne Terrasse mit einer kleinen Mauer umsäumt ist und die Stufen auch mal einen guten Meter haben können. Außerdem stehen die diversen Gewächse auch gerne mal unter Wasser. Ab Anfang / Mitte Oktober beginnt jedoch die Ernte und es mehren sich die freien Felder. Idealerweise steuert man dennoch andere freie Flächen an.

Man folgt einer kleine Straße entlang des Flussbetts bis zum Fuße des Berges. Dort gibt es einen mäßig steilen Steig, der bei Nässe schon rutschig werden kann. Wir trafen eine junge Frau und ihre Mutter auf dem Weg. Wir waren also richtig unterwegs nach Dikidanda. Beide Sprachen kein Wort Englisch, ich nur minimalst Brocken Nepali und dennoch versuchte die junge Frau immer wieder etwas zu erzählen. Mit Händen und Füßen erklärten wir ihr dann was wir vorhaben, wonach sie nur ins Gelächter ausbrach.

An einem kleinen Tempel pausierten die Frauen, während wir nur verschnauften und weiterliefen. Man trifft nach einige Hundert Metern auf eine Straße, die dann den Hang entlang bis nach Dikidanda führt. Permanent begleitet einen der schöne Ausblick ins gold-grüne Terrassen-gesäumte Tal, so wie man sich Nepal halt als Tourist vorstellt. Dikidanda selbst ist ziemlich klein und wir haben primär nur die Schule zu Gesicht bekommen, die ein prominentes blaues Dach mit der Aufschrift „Welcome Pilots“ hat. Der Startplatz ist nicht zu übersehen und es kam immer wieder eine schwache Brise den Hang hinauf.

Wir entspannten uns ein wenig, genossen die Aussicht und das Publikum um uns herum mehrte sich. Irgendwann tauchten drei Flieger in der Luft auf, die wohl von Sarangkot herüber gekommen sind. Wie sich später herausstellte, trafen wir zwei von denen später am Mardi Himal (überambitioniert Italiener) und über den dritten (Amerikaner), den wir später aufgegabelt haben, organisierten wir unseren Jeep-Transport nach Sidhing.

Das Starten ist nun wirklich kein Problem und man kann hier bei Thermik mit Sicherheit auch Höhe machen. Wir kämpften jedoch zu fünft, um jeden Fetzen Thermik, um uns irgendwie in der Luft zu halten und krebsten angestrengt am Hang herum. Auf Dauer wurde es auch nicht besser, also versuchten wir unser Glück am Vorhügel und sauften gnadenlos ab. Landung erfolgte dann parallel zum Flussbett auf einer recht ebenen Wiese. Hier erlebte ich jedoch einen Schreckmoment, da beim Anflug mehrere Dutzend große Piepmätze (vermutlich Himalayan Griffon) aus dem Flussbett aufstiegen, um davon zu fliegen. Direkt daneben gab einen Kiosk mit kalten Bier und schnell waren wir auch an einer Bushaltestelle, von welcher scheinbar jeder Bus Richtung Lakeside Pokhara fährt.

Fazit: Die Tour zum Dikidanda lässt sich super mit einer Rundtour/Bummel im Tal kombinieren, wobei man aus dem überreizten Pokhara rauskommt und echtes Land & Leute kennen lernen kann. Das „Fluggebiet“ selbst ist unkompliziert und mit etwas Glück kann man sich die Bus-Rückfahrt sparen.


Informationen.


NameToripani + Madredunga
GruppeHimalaya
RegionNepal
StartrichtungenS, SW
TalortNördlich von Pokhara
GPS (Berg)28.29083, 83.97855
GPS (Tal)28.2758, 83.98543
Höhe Startplatz [amsl]1479
Höhenunterschied [m]523
AufstiegsvarianteMan fahre bis Mahendra Cave und folge dem Kali Flussverlauf Richtung Norden. Der Weg ist ohne GPS schwieriger zu finden, ist jedoch ein schöner einfacher Steig, der direkt nach Dikidanda führt.
StartplatzSchöne Startwiese
FlughinweiseMit Permit ist das Starten erlaubt, laut Luftraumregelung das Fliegen jedoch verboten...ansonsten ist es von hier ein Katzensprung zur Greenwall. Obacht vor Landung auf nicht gemähten Felder - Beinbruchgefahr!
LandeplatzDirekt am Flussbett des Kali
Talwind am LandeplatzS


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.