Auf den Spuren von Gamskaka.

 

 
Glück muss man haben.
Nachdem am Vortrag der Nordföhn dem Monte Grappa Winde um knapp 80 km/h beschert hat, hatten wir auf der Suche nach den Felicità-Kletterwänden das Val di Felicità erkundet. Die Kletterwände haben wir erst auf dem Weg zum Colle Campeggio gefunden, nichts desto trotz: ein wunderschönes Tal, das zu einem noch schöneren Startplatz führt.

Wir sind in der Früh gestartet und marschierten an den verschlafenen zeltenden Fliegern beim Landeplatz der Abbazia vorbei. Man folgt einem breiten Schotterweg Richtung Norden. In dem schmalen Tal kann man sich nicht verlaufen, man muss einfach nur weit genug Richtung Talende laufen. Nach ca. einer halben Stunde erreicht man dann den Talknick, wo man auch die Kletterwände findet. Wir haben am Tag zuvor kurz vorher die Suche aufgegeben – Pech gehabt. Man folgt dann einem schmalen Pfad bis zu einer Weggabelung. Hier kann man entweder weiter geradeaus Richtung NO laufen oder nimmt die linke Abzweigung, um auf einem schnelleren Weg zum Colle Campeggio zu kommen. Der Weg ist schön ausgebaut, führt an steilen Felswänden und alten Bunkern vorbei. Nach ca. 20 Minuten auf dem Wanderweg erreicht man auch endlich die erste Sonne in dem sonst eher finsteren Tal.

Nach insgesamt etwa zwei Stunden erreicht man das Plateau, von wo es nur noch wenige Minuten zum Startplatz braucht. Voller Vorfreunde sind wir also hoch und erwarteten einen eher weniger frequentierten Startplatz. Zu unserer Überraschung hielt just in dem Moment ein Tourbus. Eine Flugsafari aus der Slowakei. Es steigen um die 50 Flieger aus. Ein Großteil rennt mit Klopapierrollen in der Hand Richtung Waldstück. Glück muss man haben.

Man muss zugeben, dass wir nicht unbedingt vor Freude gejauchzt haben, aber im Endeffekt ist der Startplatz groß genug für alle. Lustiger Weise sind trotz idealer Bedingungen alle fast in die in der Mitte stehende Windfahne gerast, als ob diese eine starke magnetische Anziehung hätte. Skeptisch haben wir uns vor allen hingestellt und sind einfach weg. Wenn man anderen zu lange beim „Starten“ zuguckt, bekommt man sonst noch einen falschen Eindruck von den vermeintlich anspruchvollen Bedingungen…

Top Startplatz, Top Startbedingungen und Top Thermik. Wir zielen direkt auf die Costa Lunga und unterwegs geht es nur hoch.

Fazit: man muss schon Glück haben, damit an dem Startplatz großer Trubel herrscht. Ansonsten echt ein Schmankerl im sonst ausgelutschten Gebiet und jede Wanderung wert.

Schaut auch mal auf FB vorbei 🙂


Informationen.


NameColle Campeggio
GruppeGrappagruppe
RegionBelluneser Voralpen
StartrichtungenSO, S, SW
TalortSemonzo del Grappa
GPS (Berg)45.837276, 11.748623
GPS (Tal)45.808268, 11.769648
Höhe Startplatz [amsl]1093
Höhenunterschied [m]910
AufstiegsvariantenDurch das schöne Val die Santa Felicità führt zuerst eine breite Schotterpiste. Hinter gut gesicherten Kletterwänden kann man entweder flacher Richtung NO aufsteigen oder nimmt einen schönen Wanderweg, der die Südflanke des Colle Campeggio hinaufführt
StartplatzRiesiger Wiesenstartplatz
FlughinweiseBei starkem Südwind ist ein Turbineneffekt im Felicità-Tal zu erwarten
Landeplatz1. Landeplatz in Semonzo
2. Landeplatz beim Camping Santa Felicita (anspruchsvoll)
Wind am LandeplatzSüdwind


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.