Bielli. Nur Pizza geht ja schließlich auch nicht.

 

 

Endlich ist der Jahresendurlaub da und wir können dank ausreichend Gleitzeit eine Woche früher ins Abenteuer starten. Wir packten also am Nachmittag alles in den Kowalski, was wir für die 3 Wochen zu benötigen dachten und steuerten Bassano del Grappa an. Trotz Umweg, war das ein Muss. Wir brauchten unbedingt einen Spaziergang durch die Altstadt mit Spritz al Bittere und eine Runde Cacio e Pepe im Partenope.

Am nächsten Morgen begrüßte uns eine kalte Luft als wir nach Marostica fuhren und auf dem uns bereits bekannten Landeplatz parkten. Letztes Jahr sind wir auf den Rubbio gelaufen und nun im Dezember 2018 sollte es Bielli werden. Der Weg schlängelt sich zuerst den Bergausläufer hoch, wo nur ein schneller Bergläufer an uns vorbeizog und wir eine dicke Katze bei der Jagd verschreckten. Sonst schlief das Dorf noch tief und fest. Dann erreichten wir den Wanderweg, wo auch bereits eine Gruppe Italiener sich für den Aufstieg Richtung Contà Billie bereit machten.

Der Weg ist tiptop angelegt und kreuzt nur wenige Mal die Straße. Ansonsten zieht in kleinen und großen Serpentinen den Hang hinauf, ist teils gepflastert und gut in Schuss. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir dann Bielli und passieren das Dorf, wo man im Zentrum rechts einen Wirtschaftsweg folgen muss – immer Richtung Monte Zanchi. Dann trafen wir auch ein Schild mit der Aufschrift „Starten verboten – Kontrollzone“ mit einem Gleitschirm im Hintergrund. Verdächtig. Wir sind dem Weg weiter gefolgt und entdeckten den recht flachen und weitläufigen Wiesenstartplatz. Hierbei handelt es sich um ein Privatgrundstück, wovon man nur mit Erlaubnis der ansässigen Flugschule starten darf.

Wir wollten uns keinen Ärger einhandeln und folgten dem Wanderweg 150 Meter weiter Richtung Berg. Da entdeckten wir eine kleine Flanke, wo auch eine Windfahne platziert war – das war der öffentliche Startplatz. Dieser ist auch gut gepflegt, nicht allzu groß, aber ausreichend um von S bis SW in die Luft zu kommen. Wider erwarten herrschte kein Ostwind, sondern eher Westwind vor und wir warteten bis Mittag auf kleinere thermische Ablösungen. Der Start ist unproblematisch, die Thermik zäh wie Leder und wir genossen den verlängerten Abgleiter ins noch teils verfrorene Tal.

Fazit: Der Startplatz ist eine wunderbare Alternative, wem Bassano zu ausgelutscht ist und auch mit dem Auto gut erreichbar.


Informationen.


NameBielli / Monte Zanchi  
GruppeAltopiano d'Asiago
RegionVicentiner Alpen
StartrichtungenSW, S
TalortMarostica
GPS (Berg)45.788628, 11.637569
GPS (Tal)45.76874, 11.65279
Höhe Startplatz [amsl]836
Höhenunterschied [m]703
AufstiegsvariantenMan folgt dem gut markierten Sentiero del Sette Richtung Bielli/Contà. Erreicht man das Panoramarestaurant muss man sich zum Stadtkern links halten und dort steil recht abbiegen, um die Startplätze zu erreichen.
StartplatzEs gibt einen großen flachen Startplatz der ortsansässigen Flugschule - ohne Genehmigung ist das Starten nicht erwünscht. Ein Stück weiter Osten gibt es einen kleinen, aber feinen Wiesenstartplatz.
FlughinweiseKeine
LandeplatzThermisch aktiver und nicht ganz ebener Landeplatz
Talwind am LandeplatzAufgrund der ganzen kleinen Vorbuckel kann es bei windigen Tagen zu Lee kommen. Ausweichflächen sind vorhanden.


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.