Pest oder Cholera. Antenna.

 

 
Es ist März und wie der März eben nun mal so ist, kann es etwas nasser, kälter und schmuddeliger sein, als einem lieb ist. Für mich sollte es ab Mitte März beruflich nach München gehen und ich wollte nochmal die letzten freien Momente genießen. Alpennordseite = Nordstau, Alpensüdseite = die ersten Tage Regen + Nordföhn, 20 °C wärmer, Pizza, aber Tendenz zu Besserung. Der Frühlingurlaub startete also auf den Bikes/mit Klettern am Gardasee und wo kann man noch einigermaßen fliegen, wenn’s Nordföhn hat…Naja, zumindest ist die Pizza im Partenope entschädigend.

Mit der Motivation vorerst nicht zweimal vom gleichen Startplatz zu starten, wollten wir die restlichen Startplätze im Dunstkreis Bassano erkunden. Leider ist unser gutes Garmin beim Biken zu Schrott geflogen und wir waren etwas spartanischer – also mit Handy/auf gut Glück unterwegs Richtung Costa Lunga. Der Startplatz ist etwas ruhiger, als die östlichen Startplätze Bassanos und wird auch gerne mal zu Schulungszwecken verwendet. Der Startplatz ist auch vorwiegend morgens beflogen, weil man bei reinem Süd schon eher von Seitenwind sprechen muss. Nach 11-12 Uhr ist hier also fast nichts mehr los.

Wir wollten nicht den Asphalt mit seinen weiten Serpentinen hochschrubben, also haben wir uns auf der Karte einen vermeintlichen Wanderweg rausgesucht. Dieser startet im Val di Santa Felicità und führt in steilen Serpentinen die Ostseite des Buckels hinauf. Laut Karte.

Wir waren uns bereits beim Einstieg nicht ganz sicher, ob wir richtig sind. Aber man konnte zumindest einen Weg vermuten. Gegeben falls war es aber auch nur ein altes Flussbett, man weiß es nicht. Ans Umkehren wollten wir nicht denken, also suchten wir uns den Weg zwischen Bäumen, Büschen und Gestrüpp. Immer wieder dachten wir uns: ja, wir sind voll auf dem Weg. Drei Schritte weiter, hatten wir keinen Plan mehr, wie es weiter gehen soll. Im Endeffekt haben wir uns irgendwie hochgekämpft, aber einen Wanderweg kann man das nicht nennen. Vielleicht ist die Wegfindung mit einem richtigen GPS-Gerät eindeutig, aber für uns war da nix. Steil und verwachsen.

Irgendwann aber kamen wir doch oben an und zwar bei den Kletterwänden unterhalb der Asphaltstraße. Von da an folgten wir ein Stück der Asphaltstraße und kamen hinter einem kurzen Abkürzer durch den Wald direkt beim Startplatz raus. Abenteuerlicher Aufstieg, aber zumindest war nix los unterwegs.

Am Startplatz war der Wind schon eher Süd als Südost und es waren noch die letzten zwei Flugschüler einer Allgäuer Flugschule beim Start. Dann waren wir auch hier komplett alleine. So konnten wir uns in Ruhe fertig machen und waren auch zackig in der Luft. Und tatsächlich, Bassano geht eigentlich immer und weiter, auch wenn’s überall sonst zum Fliegen zuwider ist.

Fazit: der Startplatz ist nichts Besonderes. Der einzige Vorteil ist, dass er vermutlich morgens bereits in seiner Ostflanke Sonne tankt und weniger frequentiert ist, als die SP weiter östlich.

Übrigens: Reinschauen und liken!
 


Informationen.


NameAntenna Costa Lunga
GruppeGrappagruppe
RegionBelluneser Voralpen
StartrichtungenO, SO, (S)
TalortSemonzo del Grappa
GPS (Berg)45.812113, 11.744948
GPS (Tal)45.808308, 11.769684
Höhe Startplatz [amsl]755
Höhenunterschied [m]571
AufstiegsvariantenQuerfeldein für die übrig gebliebenen Abenteurer oder ganz einfach die Asphaltstraße hochlatschen
StartplatzWiesenstartplatz (Schulungsgelände)
Flughinweisekeine
Landeplatz1. Landeplatz in Semonzo
2. Landeplatz beim Camping Santa Felicita (anspruchsvoll)
Wind am LandeplatzSüdwind


Bildergalerie.



Kartenmaterial zum Nachhiken.